Debates in Dresden

Im Rahmen der Frühjahrstagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung organisiert Debates on Europe zwei Veranstaltungen im Deutschen Hygiene-Museum Dresden.

26. Mai, Donnerstag, 17:00 Uhr
Deutsches Hygiene-Museum Dresden | Marta-Fraenkel-Sall

Debates on Europe 1
Flucht, Resilienz und Rechtsstaatlichkeit
Wird Europa seinen Idealen gerecht?
Kurzvortrag und Gespräch

Das „Friedensprojekt Europa“ steht angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vor tiefgreifenden Herausforderungen. Alte innereuropäische Kontroversen treten plötzlich in einen völlig neuen Kontext, Konfliktlinien verschieben sich, neue Allianzen entstehen. Die als „Zeitenwende“ titulierte Verunsicherung ist grundiert von der Frage, wie Sicherheit und Wohlstand in einer Situation sich kumulierender Krisen bewahrt werden könnten. An drei Themenfeldern soll der europäischen Orientierungssuche nachgegangen werden: der Haltung gegenüber Fluchtbewegungen, dem Umgang mit kulturellen und ökonomischen Folgen der Krisen sowie den Differenzen im Verständnis rechtsstaatlicher Legitimität.

Mit:
Piotr Buras (Leiter des Warschauer Büros des European Council on Foreign Relations, Polen)
Kateryna Mishchenko (Autorin, Redakteurin, Übersetzerin / Ukraine)
Nicolai von Ondarza (Leiter der Forschungsgruppe EU/Europa in der Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutschland)
Moderation: Eric Maurice (Fondation Robert Schuman, Frankreich)
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26. Mai, Donnerstag, 20:00 Uhr
Deutsches Hygiene-Museum Dresden | Marta-Fraenkel-Sall

Krieg der Werte
Welche Rolle kann Europa in einer neuen geopolitischen Konstellation spielen?
Kurzvortrag und Gespräch

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine herrscht dort auch ein Krieg der Weltanschauungen. Die Ukrainer verteidigen nicht nur sich selbst, sondern auch Grundprinzipien, auf denen die Europäische Union beruht: Das Recht auf Selbstbestimmung steht gegen aggressiven Imperialismus; die Notwendigkeit, eine Zukunft neu zu gestalten, trifft auf die obsessive Wiederherstellung einer längst vergangenen Zeit. Dieser Krieg fordert von der Europäischen Union nicht nur, ihr Funktionieren als Wirtschaftsgemeinschaft zu sichern, er zwingt sie auch zu einem neuen Blick auf ihre grundlegenden, nicht verhandelbaren Werte als Leitprinzipien politischen Handelns in einer sich rapide verändernden Welt.

Mit:
Sylvie Kauffmann (Journalistin und Expertin für internationale Politik für Le Monde, Frankreich)
Mark Leonard (Mitbegründer und Leiter des European Council on Foreign Relations, UK)
Anton Shekhovtsov (Politikwissenschaftler und Mitbegründer des Centre for Democratic Integrity in Wien, Ukraine)
Moderation: Volker Weichsel (Redakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, Deutschland)
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Beide Veranstaltungen finden im Rahmen der Frühjahrstagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung statt.
Die Veranstaltungen werden simultan ins Deutsche gedolmetscht.
In Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden
Gefördert durch die Kulturstiftung der Länder

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